# AFD

\[POLIDOCS-BUCH v1\]  
Zweck: Aussagen, Handlungen, Programme und belastbare institutionelle Bewertungen der AfD nachvollziehbar dokumentieren und einordnen.  
Umfang: Partei, Führungspersonen, Wahlprogramme und relevante Gerichts- oder Behördenfeststellungen; historische Entwicklung und politischer Kontext, soweit für die Bewertung nötig.  
Eintragseinheit: Kapitel bündeln Methodik, Personen oder Dokumenttypen; Seiten behandeln ein überprüfbares Dossier, Ereignis, Zitat oder Programm.  
Abgrenzung: Gerüchte, bloße Kontaktschuld, private Belanglosigkeiten und pauschale Bewertungen ohne Beleg werden nicht aufgenommen.  
Qualität: Primärbeleg und Kontext priorisieren; Tatsachen, Zitat, Vorwurf, Gerichts- oder Behördenfeststellung und redaktionelle Einordnung präzise kennzeichnen; starke Gegenargumente berücksichtigen.  
Erweiterungsauftrag: Neue relevante und belegbare Vorgänge oder Dokumente recherchieren, gegen vorhandene Dossiers prüfen und im zuständigen Kapitel nach dessen Eintragsstandard ergänzen.

# Quellen und Methodik

\[POLIDOCS-KAPITEL v1\]  
Zweck: Einheitliche Begriffe, Prüfmaßstäbe, Quellenregeln und Evidenzkennzeichnungen für das AfD-Buch festlegen.  
Eintragseinheit: Grundsätzlich eine zentrale Methodikseite; nur klar eigenständige, dauerhaft benötigte Methodenmodule rechtfertigen weitere Seiten.  
Aufnahmekriterien: Eine Regel ist für mehrere AfD-Dossiers relevant und verbessert Nachvollziehbarkeit oder Fehlerschutz.  
Pflichtinhalt: Begriff, Anwendungsbereich, Prüfschritte, zulässige Quellen, Grenzen, Beispiele und Änderungsdatum.  
Abgrenzung: Personen- oder Programmbewertungen gehören in die jeweiligen Sachkapitel.  
Erweiterungsauftrag: Vor allem die zentrale Methodikseite präzisieren und mit neuen Anforderungen abgleichen; keine Sammlung beliebiger Einträge erzeugen.

# Methodik: Wann ist eine Aussage rechtsextrem?

<!-- BookStack-Seitentitel: Methodik: Wann ist eine Aussage rechtsextrem? -->

> **Ziel dieser Seite:** Die folgenden Personen- und Programmanalysen sollen
> überprüfbar sein. Sie unterscheiden zwischen einer harten politischen
> Position, Rechtspopulismus, Rechtsradikalismus und verfassungsfeindlichem
> Rechtsextremismus. Nicht jede konservative, nationalstaatliche oder restriktive
> Forderung ist extremistisch.

**Stand:** 9. August 2026.

## Der rechtliche Ausgangspunkt

Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen bestätigte am 13. Mai 2024,
dass das Bundesamt für Verfassungsschutz die AfD als Verdachtsfall beobachten
darf. Das Gericht betonte ausdrücklich: Ein begründeter Verdacht ist **nicht**
dasselbe wie die Feststellung einer erwiesen extremistischen Bestrebung.

Für die inhaltliche Prüfung ist besonders wichtig, was das Gericht zum
Volksbegriff sagte: Die bloße Beschreibung eines „ethnisch-kulturellen Volkes“
sei nicht verfassungswidrig. Problematisch werde sie, wenn daraus politische
Ziele folgen, die die rechtliche Gleichheit deutscher Staatsangehöriger wegen
ihrer Abstammung oder Herkunft infrage stellen. Weitere Anhaltspunkte sah das
Gericht in einer möglichen Missachtung der Menschenwürde von Ausländern und
Muslimen sowie – in geringerer Dichte – in demokratiefeindlichen Bestrebungen.

## Prüfkriterien dieser Wissensbasis

Eine Passage wird besonders hervorgehoben, wenn mindestens eines der folgenden
Merkmale belastbar vorliegt:

1. **Ungleichwertigkeit:** Menschen oder deutsche Staatsbürger sollen wegen
   Abstammung, Herkunft, Religion oder zugeschriebener Kultur rechtlich
   schlechter gestellt werden.
2. **Völkischer Volksbegriff:** Volle Zugehörigkeit zum deutschen Volk wird
   nicht an Staatsbürgerschaft und gleiche Rechte, sondern an Abstammung
   geknüpft.
3. **Kollektive Ausgrenzung:** Eine ganze Gruppe wird pauschal verächtlich
   gemacht oder ohne Einzelfallprüfung als Gefahr dargestellt.
4. **Autoritäre oder antidemokratische Zielsetzung:** Pluralismus,
   Gewaltenteilung, freie Medien, Opposition oder gleiche politische Teilhabe
   sollen substanziell beseitigt werden.
5. **NS-Verharmlosung oder Geschichtsrevisionismus:** Verbrechen und tragende
   Organisationen des Nationalsozialismus werden relativiert, entlastet oder
   erinnerungspolitisch umgedeutet.
6. **Gewalt, Deportation oder Einschüchterung:** Politische Gegner oder
   Bevölkerungsgruppen sollen rechtswidrig vertrieben, entrechtet oder mit
   Gewalt bekämpft werden.
7. **Amtliche oder gerichtliche Feststellung:** Ein Gericht oder eine zuständige
   Verfassungsschutzbehörde hat die Handlung, Organisation oder Bestrebung
   entsprechend eingeordnet. Der genaue Gegenstand und Verfahrensstand werden
   genannt.

## Kennzeichnung in den Analysen

- **Beleg:** überprüfbares Zitat, Handlung, Urteil oder Originalprogramm.
- **Einordnung:** begründete Analyse anhand der Kriterien oben.
- **Kontext/Gegenposition:** entlastender Kontext, Dementi, abweichende
  Interpretation oder rechtliches Ergebnis.
- **Urteil:** nur bei einer tatsächlich rechtskräftigen gerichtlichen
  Entscheidung.

Die Seiten verwenden daher nicht automatisch das Etikett „rechtsextrem“ für
eine Person. Sie dokumentieren konkrete Belege und sagen, wie stark die
Schlussfolgerung ist. Parteiverbands- oder Behördeneinstufungen werden nicht
ungeprüft auf jedes einzelne Mitglied übertragen.

## Häufige Fehler, die vermieden werden

- **„Remigration“ ist nicht immer dasselbe.** Im AfD-Bundestagswahlprogramm
  2025 bezeichnet der Begriff einen Katalog, der sich ausdrücklich auf
  Ausreisepflichtige, ausländische Straftäter und den Widerruf entfallener
  Schutzgründe bezieht. Weitergehende Konzepte anderer Akteure können auch
  deutsche Staatsbürger mit Migrationsgeschichte erfassen. Deshalb wird immer
  der konkrete Inhalt und nicht nur das Wort bewertet.
- **Strafbar und extremistisch sind verschiedene Kategorien.** Eine Äußerung
  kann rassistisch oder menschenverachtend eingeordnet werden, ohne den
  Straftatbestand der Volksverhetzung zu erfüllen. Umgekehrt ersetzt ein
  Freispruch oder eine Verfahrenseinstellung keine politische Bewertung.
- **„Ein Gericht nannte Höcke einen Faschisten“ ist irreführend.** Die häufig
  zitierte Entscheidung von 2019 erlaubte eine Demonstrationsparole im
  konkreten versammlungsrechtlichen Verfahren; sie war kein gerichtliches
  Sachurteil über Höckes politische Einordnung. Diese Wissensbasis stützt sich
  stattdessen auf konkrete Reden, Bücher, Behördenberichte und rechtskräftige
  Strafurteile.

## Quellen

Alle Onlinequellen wurden am 9. August 2026 abgerufen.

1. **Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen:** „Bundesamt für
   Verfassungsschutz darf AfD und JA als Verdachtsfall beobachten“,
   Pressemitteilung vom 13. Mai 2024:
   <https://www.justiz.nrw/presse/2024-05-13-0>
2. **OVG NRW:** Leitsätze zum Urteil 5 A 1218/22:
   <https://www.justiz.nrw/sites/default/files/imported/files/2024-07/5-A-1218_22-_AfD_.pdf>
3. **Bundeszentrale für politische Bildung:** „Die Programmatik der AfD“:
   <https://www.bpb.de/themen/parteien/parteien-in-deutschland/afd/273132/die-programmatik-der-afd/>

# Alice Weidel

\[POLIDOCS-KAPITEL v1\]  
Zweck: Politisch relevante öffentliche Aussagen, Handlungen und Positionen von Alice Weidel belegbar dokumentieren und einordnen.  
Eintragseinheit: Ein eigenständig überprüfbares Zitat, Ereignis, politischer Vorgang oder eine institutionelle Entscheidung; die bestehende Dossierseite dient als Überblick.  
Aufnahmekriterien: Eindeutige Zuordnung zur Person, politische Relevanz und mindestens ein belastbarer Primärbeleg oder eine seriöse Sekundärquelle.  
Pflichtinhalt: Datum, Originalaussage oder Handlung, Kontext, Primärquelle, Evidenzstatus, relevante Gegenargumente und getrennte redaktionelle Einordnung.  
Abgrenzung: Gerüchte, private Belanglosigkeiten, Dubletten und Kontaktschuld ohne eigene Handlung werden ausgeschlossen.  
Erweiterungsauftrag: Neue relevante Vorgänge recherchieren, gegen das Dossier und bestehende Seiten deduplizieren, als Einzelseiten ergänzen und den Überblick aktualisieren.

# Alice Weidel: dokumentierte Aussagen und Einordnung

<!-- BookStack-Seitentitel: Alice Weidel: dokumentierte Aussagen und Einordnung -->

> **Kurzfazit:** Bei Alice Weidel sind wiederholt pauschalisierende Aussagen
> über Muslime und Migranten sowie geschichtsrevisionistische Falschbehauptungen
> dokumentiert. Die hier geprüften Quellen enthalten jedoch keine individuelle
> gerichtliche oder behördliche Feststellung, Weidel selbst sei eine erwiesen
> rechtsextremistische Person. Die Einordnung bezieht sich deshalb auf konkrete
> Aussagen, nicht auf ein pauschales Personenetikett.

**Stand:** 9. August 2026.

## 2018: „Kopftuchmädchen“ und „alimentierte Messermänner“

In einer Bundestagsrede am 16. Mai 2018 sagte Weidel:

> „Burkas, Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner und sonstige
> Taugenichtse werden unseren Wohlstand, das Wirtschaftswachstum und vor allem
> den Sozialstaat nicht sichern.“

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble erteilte einen Ordnungsruf, weil die
Formulierung alle kopftuchtragenden Frauen diskriminiere. Der Bundestag wies
Weidels Einspruch am 17. Mai mit 549 zu 85 Stimmen bei zwei Enthaltungen zurück.

**Einordnung:** Die Reihung verbindet kopftuchtragende Frauen, mutmaßlich
ausländische Gewalttäter und „Taugenichtse“ zu einem abwertenden Gruppenbild.
Das ist ein belastbarer Beleg für pauschalisierende, muslim- und
migrantenfeindliche Rhetorik. Ein parlamentarischer Ordnungsruf ist aber kein
Strafurteil und keine Feststellung individuellen Rechtsextremismus.

## 2025: Aneignung des Begriffs „Remigration“

Auf dem AfD-Parteitag in Riesa kündigte Weidel am 11. Januar 2025 geschlossene
Grenzen und „Rückführungen in großem Stil“ an. Sie fügte hinzu:

> „Wenn es dann Remigration heißen soll, dann heißt es eben Remigration.“

Der Parteitag nahm den Begriff anschließend in das Bundestagswahlprogramm auf.

**Einordnung:** Der Begriff wird in Teilen der extremen Rechten auch für die
Ausweisung deutscher Staatsbürger mit Migrationsgeschichte verwendet. Weidels
Rede nennt an dieser Stelle nicht präzise den betroffenen Personenkreis. Das
beschlossene Programm definiert seinen „Maßnahmenkatalog“ hingegen als
Rückführung Ausreisepflichtiger, ausländischer Straftäter sowie von Personen,
deren zeitweiliger Schutzgrund entfallen ist. Die Verwendung des Wortes ist
deshalb politisch aussagekräftig, beweist für sich genommen aber kein
rechtswidriges Deportationskonzept. Entscheidend bleibt der konkret geforderte
Personenkreis.

## 2025: Hitler sei „Kommunist“ gewesen

Im öffentlichen X-Gespräch mit Elon Musk am 9. Januar 2025 sagte Weidel über
Adolf Hitler:

> „Nationalsozialisten, wie das Wort schon sagt, waren Sozialisten. […] Er war
> ein Kommunist und sah sich selbst als Sozialisten.“

Historiker widersprachen. Andreas Wirsching, Direktor des Instituts für
Zeitgeschichte, nannte die Aussage „historisch grundfalsch“. Er verwies auf
Hitlers völkischen Nationalismus, Antisemitismus und militanten
Antikommunismus sowie auf die Verfolgung und Ermordung von Kommunisten,
Sozialdemokraten und Gewerkschaftern.

**Einordnung:** Die Aussage ist keine bloße Detailungenauigkeit, sondern kehrt
die historische Stellung des Nationalsozialismus um. Sie entlastet die extreme
Rechte rhetorisch, indem der Nationalsozialismus dem linken Lager zugerechnet
wird. Das ist als geschichtsrevisionistische Falschbehauptung zu bewerten.

## Gesamtbewertung

Die stärksten Belege sind die pauschale Herabsetzung muslimisch gelesener
Gruppen und die historisch falsche Verschiebung Hitlers zum Kommunismus. Beim
Begriff „Remigration“ ist die Analyse ohne den konkreten Maßnahmenkatalog zu
ungenau. Nicht belegt wäre die Behauptung, ein Gericht habe Weidel persönlich
als rechtsextrem eingestuft.

## Quellen

Alle Onlinequellen wurden am 9. August 2026 abgerufen.

1. **Deutscher Bundestag:** „Weidel-Einspruch gegen Ordnungsruf mit 549 Stimmen
   abgelehnt“, 17. Mai 2018:
   <https://www.bundestag.de/webarchiv/textarchiv/2018/kw20-de-einspruch-ordnungsruf-555494>
2. **Tagesschau:** „Weidel ist AfD-Kanzlerkandidatin“, 11. Januar 2025:
   <https://www.tagesschau.de/inland/bundestagswahl/parteien/afd-weidel-riesa-100.html>
3. **AfD:** Bundestagswahlprogramm 2025, S. 101–107:
   <https://www.afd.de/wp-content/uploads/2025/02/AfD_Bundestagswahlprogramm2025_web.pdf>
4. **dpa-Faktencheck:** „Wissenschaftler widersprechen: Hitler war kein
   Kommunist“, 10. Januar 2025:
   <https://dpa-factchecking.com/germany/250110-99-543996/>

# Tino Chrupalla

\[POLIDOCS-KAPITEL v1\]  
Zweck: Politisch relevante öffentliche Aussagen, Handlungen und Positionen von Tino Chrupalla belegbar dokumentieren und einordnen.  
Eintragseinheit: Ein eigenständig überprüfbares Zitat, Ereignis, politischer Vorgang oder eine institutionelle Entscheidung; die bestehende Dossierseite dient als Überblick.  
Aufnahmekriterien: Eindeutige Zuordnung zur Person, politische Relevanz und mindestens ein belastbarer Primärbeleg oder eine seriöse Sekundärquelle.  
Pflichtinhalt: Datum, Originalaussage oder Handlung, Kontext, Primärquelle, Evidenzstatus, relevante Gegenargumente und getrennte redaktionelle Einordnung.  
Abgrenzung: Gerüchte, private Belanglosigkeiten, Dubletten und Kontaktschuld ohne eigene Handlung werden ausgeschlossen.  
Erweiterungsauftrag: Neue relevante Vorgänge recherchieren, gegen das Dossier und bestehende Seiten deduplizieren, als Einzelseiten ergänzen und den Überblick aktualisieren.

# Tino Chrupalla: dokumentierte Aussagen und Einordnung

<!-- BookStack-Seitentitel: Tino Chrupalla: dokumentierte Aussagen und Einordnung -->

> **Kurzfazit:** Für Tino Chrupalla ist die individuell belastbare Beleglage in
> den geprüften Quellen schmaler als bei Höcke, Gauland oder Krah. Dokumentiert
> sind die Verwendung beziehungsweise Verteidigung des historisch belasteten
> Begriffs „Umvolkung“ und die Wiederholung von Krahs individualisierender
> SS-Argumentation. Eine persönliche gerichtliche Verurteilung oder amtliche
> Einstufung wird hier nicht behauptet.

**Stand:** 9. August 2026.

## 2018/2019: Verwendung des Begriffs „Umvolkung“

Videoaufnahmen einer AfD-Veranstaltung vom März 2018 dokumentieren, dass
Chrupalla dazu aufrief, im Zusammenhang mit der deutschen Familienpolitik den
Begriff „Umvolkung“ zu verwenden. In einem ZDF-Interview 2019 bestritt er
zunächst die Verwendung, erklärte anschließend, er halte das Wort nicht für
rechtsextrem und habe es „nicht bewusst gesetzt“.

**Historischer Kontext:** „Umvolkung“ wurde in der nationalsozialistischen
Volkstums- und Besatzungspolitik verwendet. In der heutigen extremen Rechten
bezeichnet das Wort häufig die Verschwörungserzählung eines absichtlich
herbeigeführten „Bevölkerungsaustauschs“.

**Einordnung:** Die Verwendung lädt demografische und familienpolitische Fragen
völkisch auf: Bevölkerung erscheint nicht als Gesamtheit gleicher Bürger,
sondern als ethnisch zu erhaltender Körper. Weil der zugängliche Primärbeleg ein
Videoausschnitt und kein vollständiges Redemanuskript ist, wird daraus keine
weitergehende konkrete Forderung abgeleitet.

## 2024: Aussage über einzelne SS-Mitglieder

In der ZDF-Sendung *Markus Lanz* vom 4. September 2024 sagte Chrupalla in der
Debatte über Maximilian Krah:

> „Natürlich war die SS eine verbrecherische Organisation, da gibt's doch
> überhaupt keine Diskussion. Aber es hat nicht jeder, der SS-Mitglied war,
> Verbrechen begangen.“

**Kontext:** Chrupalla erkannte die SS ausdrücklich als verbrecherische
Organisation an. Das Nürnberger Urteil unterschied zugleich zwischen der
verbrecherischen Organisation und der individuellen strafrechtlichen
Verantwortung, etwa bei Zwangsrekrutierten oder fehlender Kenntnis.

**Einordnung:** Der Satz ist deshalb nicht schlicht historisch falsch. Im
politischen Kontext übernimmt er jedoch Krahs Entlastungsstrategie: Statt über
die Funktion der SS im Terror- und Vernichtungsapparat zu sprechen, wird die
Debatte auf mögliche individuelle Ausnahmen verengt. Das kann als
relativierende Erinnerungspolitik kritisiert werden, ist aber ein schwächerer
Beleg als die Leugnung der SS-Verbrechen oder die Verwendung eines
NS-Kennzeichens.

## Gesamtbewertung

Die dokumentierten Aussagen zeigen Offenheit für völkisch belastete Begriffe
und relativierende Geschichtsdebatten. Die Quellenbasis rechtfertigt eine
kritische Einordnung dieser Aussagen, nicht aber die Behauptung, Chrupalla sei
persönlich rechtskräftig oder amtlich als erwiesen rechtsextrem festgestellt.

## Quellen

Alle Onlinequellen wurden am 9. August 2026 abgerufen.

1. **ZDF:** *Markus Lanz* vom 4. September 2024 (vollständige Sendung):
   <https://www.zdf.de/video/talk/markus-lanz-114/markus-lanz-vom-4-september-2024-100>
2. **Rheinische Post:** Bericht mit Zitatpassage zur Sendung, 5. September
   2024:
   <https://rp-online.de/politik/deutschland/afd-co-chef-tino-chrupalla-bei-markus-lanz-ueber-ss-aussagen-von-maximilian-krah_aid-118618667>
3. **YouTube:** Videoaufzeichnung der Äußerung zur „Umvolkung“:
   <https://www.youtube.com/watch?v=er1eVZmiFDE>
4. **United States Holocaust Memorial Museum:** „SS: Decline, Disintegration,
   and Trials“:
   <https://encyclopedia.ushmm.org/content/en/article/ss-decline-disintegration-and-trials>

# Björn Höcke

\[POLIDOCS-KAPITEL v1\]  
Zweck: Politisch relevante öffentliche Aussagen, Handlungen und Positionen von Björn Höcke sowie einschlägige Gerichts- und Behördenfeststellungen belegbar dokumentieren und einordnen.  
Eintragseinheit: Ein eigenständig überprüfbares Zitat, Ereignis, Verfahren oder eine institutionelle Entscheidung; die bestehende Dossierseite dient als Überblick.  
Aufnahmekriterien: Eindeutige Zuordnung zur Person, politische Relevanz und mindestens ein belastbarer Primärbeleg, amtliches Dokument oder eine seriöse Sekundärquelle.  
Pflichtinhalt: Datum, Originalaussage oder Handlung, Kontext, Quelle, Verfahrens- und Evidenzstatus, Gegenargumente und getrennte redaktionelle Einordnung.  
Abgrenzung: Gerüchte, private Belanglosigkeiten, Dubletten und nicht rechtskräftige Behauptungen ohne klare Kennzeichnung werden ausgeschlossen.  
Erweiterungsauftrag: Neue relevante Vorgänge recherchieren, gegen das Dossier und bestehende Seiten deduplizieren, Verfahrensstände exakt kennzeichnen, als Einzelseiten ergänzen und den Überblick aktualisieren.

# Björn Höcke: dokumentierte Aussagen, Handlungen und Urteile

<!-- BookStack-Seitentitel: Björn Höcke: dokumentierte Aussagen, Handlungen und Urteile -->

> **Kurzfazit:** Bei Björn Höcke ist die Beleglage besonders stark. Neben
> geschichtsrevisionistischen und völkisch-nationalistischen Aussagen liegen
> zwei rechtskräftige Verurteilungen wegen des bewussten Verwendens einer
> SA-Parole vor. Der von ihm geführte AfD-Landesverband Thüringen wird seit 2021
> vom dortigen Verfassungsschutz als erwiesen rechtsextremistische Bestrebung
> behandelt. Die Verbandsbewertung ist nicht automatisch ein persönliches
> Gerichtsurteil über jedes Mitglied; Höckes eigene Aussagen werden daher
> zusätzlich dokumentiert.

**Stand:** 9. August 2026.

## 2017: Dresdner Rede zur Erinnerungspolitik

Am 17. Januar 2017 sagte Höcke in Dresden über das Berliner
Holocaust-Mahnmal:

> „Wir Deutschen […] sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der
> Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“

Im selben Abschnitt forderte er eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“
und kritisierte eine angeblich „dämliche Bewältigungspolitik“.

**Kontext:** Die Wendung „Denkmal der Schande“ lässt sich isoliert auch als
Mahnmal *für* die historische Schande lesen. Die gleichzeitig geforderte
180-Grad-Wende und die Abwertung der Vergangenheitsbewältigung machen jedoch
eine revisionistische Stoßrichtung deutlich: Die öffentliche Erinnerung an die
NS-Verbrechen soll grundlegend zurückgedrängt und durch eine stärker positive
Nationalerzählung ersetzt werden.

## 2018: „wohltemperierte Grausamkeit“ bei „Remigration“

Im Gesprächsband *Nie zweimal in denselben Fluss* erklärte Höcke ein
„großangelegtes Remigrationsprojekt“ für notwendig. Dabei werde man, so Höcke,
nicht um eine Politik der „wohltemperierten Grausamkeit“ herumkommen;
„menschliche Härten und unschöne Szenen“ ließen sich nicht immer vermeiden.

**Einordnung:** Die Formulierung akzeptiert bewusst staatlich verursachte
Härten als Bestandteil eines großangelegten Projekts. Weil der Gesprächsband
an anderer Stelle Volk und Zugehörigkeit völkisch bestimmt, geht die Aussage
über den nüchternen Vollzug rechtskräftiger Ausreisepflichten hinaus. Sie ist
ein zentraler Beleg für autoritär-völkische Politikvorstellungen. Für das genaue
Zitat ist das gedruckte Buch die Primärquelle; frei zugängliche
Zitatensammlungen ersetzen die Lektüre des Kontextes nicht.

## 2021 und 2023: zweimal bewusst die SA-Parole verwendet

Höcke verwendete am 29. Mai 2021 auf einer Wahlveranstaltung in Merseburg die
Losung „Alles für Deutschland“. Das Landgericht Halle stellte fest, dass er
wusste, dass dies eine Parole der nationalsozialistischen Sturmabteilung (SA)
und ihre öffentliche Verwendung verboten war.

Am 12. Dezember 2023 sagte er bei einem AfD-„Stammtisch“ in Gera „Alles für“
und forderte das Publikum mit Armbewegungen dazu auf, „Deutschland“ zu
ergänzen. Mehrere Anwesende taten dies wie beabsichtigt.

Das Landgericht Halle verurteilte Höcke in zwei Verfahren wegen Verwendens von
Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (§ 86a StGB) zu Geldstrafen. Der
Bundesgerichtshof verwarf beide Revisionen am 20. August 2025. Die Urteile sind
rechtskräftig.

**Einordnung:** Hier geht es nicht nur um politische Interpretation. Der BGH
bestätigte die Tatsachenfeststellung, dass Höcke die Herkunft der Parole kannte
und sie bewusst verwendete. Das ist der härteste gerichtsfeste Beleg auf dieser
Seite.

## Amtlicher Kontext: AfD Thüringen

Das Thüringer Amt für Verfassungsschutz stufte den AfD-Landesverband am
15. März 2021 als „erwiesen rechtsextremistische Bestrebung“ ein. Höcke ist seit
2014 Vorsitzender der Thüringer AfD-Landtagsfraktion und die prägende
Führungsperson des Verbands.

**Abgrenzung:** Die Einstufung betrifft den Landesverband. Sie ist keine
strafrechtliche Verurteilung Höckes. Ihre Relevanz ergibt sich hier aus seiner
Führungsrolle und den separat belegten eigenen Äußerungen und Handlungen.

## Gesamtbewertung

Höckes erinnerungspolitische Forderungen, das völkisch verstandene
„Remigrationsprojekt“ und die zweimalige bewusste Verwendung einer SA-Parole
bilden ein konsistentes Muster. Die Einordnung als rechtsextreme beziehungsweise
völkisch-nationalistische Politik ist wesentlich stärker belegt als bei
Profilen, die nur einzelne provokante Aussagen enthalten.

## Quellen

Alle Onlinequellen wurden am 9. August 2026 abgerufen.

1. **Bundesgerichtshof:** Pressemitteilung 168/2025, „Verurteilungen […] wegen
   Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen
   rechtskräftig“, 11. September 2025:
   <https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/2025168.html>
2. **Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales:**
   Verfassungsschutzbericht 2021, Abschnitt AfD Thüringen:
   <https://verfassungsschutz.thueringen.de/fileadmin/Verfassungsschutz/VSB_2021.pdf>
3. **Tagesspiegel:** Wortlaut der Dresdner Rede vom 17. Januar 2017:
   <https://www.tagesspiegel.de/politik/gemutszustand-eines-total-besiegten-volkes-5488489.html>
4. **Björn Höcke/Sebastian Hennig:** *Nie zweimal in denselben Fluss*,
   Manuscriptum, 2018, insbesondere S. 254 f. (Primärquelle, Buch).

# Alexander Gauland

\[POLIDOCS-KAPITEL v1\]  
Zweck: Politisch relevante öffentliche Aussagen, Handlungen und Positionen von Alexander Gauland belegbar dokumentieren und einordnen.  
Eintragseinheit: Ein eigenständig überprüfbares Zitat, Ereignis, politischer Vorgang oder eine institutionelle Entscheidung; die bestehende Dossierseite dient als Überblick.  
Aufnahmekriterien: Eindeutige Zuordnung zur Person, politische Relevanz und mindestens ein belastbarer Primärbeleg oder eine seriöse Sekundärquelle.  
Pflichtinhalt: Datum, Originalaussage oder Handlung, Kontext, Primärquelle, Evidenzstatus, relevante Gegenargumente und getrennte redaktionelle Einordnung.  
Abgrenzung: Gerüchte, private Belanglosigkeiten, Dubletten und Kontaktschuld ohne eigene Handlung werden ausgeschlossen.  
Erweiterungsauftrag: Neue relevante Vorgänge recherchieren, gegen das Dossier und bestehende Seiten deduplizieren, als Einzelseiten ergänzen und den Überblick aktualisieren.

# Alexander Gauland: dokumentierte Aussagen und Einordnung

<!-- BookStack-Seitentitel: Alexander Gauland: dokumentierte Aussagen und Einordnung -->

> **Kurzfazit:** Alexander Gauland hat mehrfach eine positive deutsche
> Nationalerzählung gegen die Erinnerung an NS-Verbrechen gestellt und Menschen
> mit Migrationsgeschichte als nicht wirklich zugehörig markiert. Besonders
> stark belegt sind die „Vogelschiss“-Rede, der geforderte Stolz auf deutsche
> Soldaten beider Weltkriege und die Äußerung über Aydan Özoguz. Bei umstrittenen
> Zitaten werden Gaulands Reaktion und strafrechtliche Ergebnisse mitgenannt.

**Stand:** 9. August 2026.

## 2017: Stolz auf deutsche Soldaten beider Weltkriege

Bei einer Wahlkampfveranstaltung im September 2017 sagte Gauland, Frankreich
und Großbritannien seien stolz auf ihre Staatsmänner und Kriegspremiers. Daher
hätten auch Deutsche „das Recht, stolz zu sein auf Leistungen deutscher
Soldaten in zwei Weltkriegen“.

**Einordnung:** Der Satz verlangt keinen Stolz auf konkrete Retter, Widerständler
oder militärisch eindeutig vom NS-Verbrechen getrennte Handlungen, sondern
spricht pauschal von „Leistungen“ in beiden Weltkriegen. Gerade für den Zweiten
Weltkrieg blendet diese Kollektivformel die Beteiligung der Wehrmacht am
nationalsozialistischen Angriffs- und Vernichtungskrieg aus. Das ist ein Beleg
für geschichtsrevisionistische Normalisierung, nicht aber für sich allein eine
strafbare Äußerung.

## 2018: Die NS-Zeit als „Vogelschiss“

In einer Rede am 2. Juni 2018 sagte Gauland:

> „Ja, wir bekennen uns zu unserer Verantwortung für die 12 Jahre. Aber, liebe
> Freunde, Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in unserer über
> tausendjährigen Geschichte.“

Die vollständige Rede ist auf der Website der AfD-Bundestagsfraktion
dokumentiert. Gauland stellte dem Nationalsozialismus eine lange Reihe
positiver deutscher Herrscher, Kultur- und Militärtraditionen gegenüber.

**Kontext und Einordnung:** Gauland bekannte sich im selben Satz ausdrücklich
zur Verantwortung für die NS-Zeit und nannte später den „Unwert des
Nationalsozialismus“. Das Wort „Vogelschiss“ minimiert dennoch sprachlich die
Bedeutung einer Diktatur, die den Holocaust, einen Vernichtungskrieg und
Millionen Tote zu verantworten hatte. Der Kontext mildert die Aussage, hebt
die Relativierung aber nicht auf.

## 2017: Aydan Özoguz „in Anatolien entsorgen“

Gauland reagierte auf eine Äußerung der damaligen Integrationsbeauftragten
Aydan Özoguz zur deutschen Kultur. Bei einer Wahlkampfveranstaltung sagte er,
man solle sie ins Eichsfeld einladen und ihr anschließend zeigen, „was
spezifisch deutsche Kultur ist“. Dann werde man sie „in Anatolien entsorgen
können“. Özoguz wurde in Hamburg als Kind türkischer Eltern geboren.

**Einordnung:** Die Formulierung spricht einer deutschen Politikerin wegen der
zugeschriebenen Herkunft symbolisch die Zugehörigkeit ab. Das erfüllt die
Kriterien ethnischer Ausgrenzung und entmenschlichender Sprache.

**Rechtliches Ergebnis und Reaktion:** Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen stellte
das Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung 2018 ein. Die Äußerung sei im
Kontext noch von der Meinungsfreiheit gedeckt. Gauland bezeichnete sie später
als „wohl etwas zu hart“. Die Verfahrenseinstellung bedeutet, dass keine
Strafbarkeit festgestellt wurde; sie widerlegt nicht die politische Einordnung
als rassistisch oder ausgrenzend.

## 2016: Jérôme Boateng als unerwünschter Nachbar

Die *Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung* zitierte Gauland mit dem Satz:

> „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng
> nicht als Nachbarn haben.“

**Kontext/Gegenposition:** Gauland erklärte, er habe Boateng nicht beleidigen
wollen und ihn nicht gekannt; er habe die von der Zeitung zugeschriebene
Absicht bestritten. Die FAS hielt an ihrer Wiedergabe fest.

**Einordnung:** Wenn das Zitat wie veröffentlicht gefallen ist, normalisiert es
eine rassistische Ablehnung eines in Berlin geborenen deutschen
Nationalspielers. Wegen des Streits über Intention und Gesprächskontext wird es
hier als ergänzender, nicht als allein tragender Beleg geführt.

## Gesamtbewertung

Das Muster ist die ethnische Markierung deutscher Staatsbürger und die
Relativierung der NS-Zeit zugunsten einer positiven nationalen
Identitätserzählung. Keine der hier zitierten Aussagen wird als strafrechtliche
Verurteilung dargestellt; die Einstellung des Özoguz-Verfahrens ist ausdrücklich
Teil des Befunds.

## Quellen

Alle Onlinequellen wurden am 9. August 2026 abgerufen.

1. **AfD-Bundestagsfraktion:** „Vollständige Rede Dr. Alexander Gaulands vom
   02. Juni 2018“:
   <https://afdbundestag.de/vollstaendige-rede-dr-alexander-gaulands-vom-02-juni-2018/>
2. **Spiegel:** Bericht und Wortlautpassage zur Soldaten-Rede, 14. September
   2017:
   <https://www.spiegel.de/politik/deutschland/alexander-gauland-provoziert-mit-rede-zu-deutschlands-nazi-vergangenheit-a-1167750.html>
3. **Tagesschau:** „Kein Verfahren wegen Volksverhetzung“, 17. Mai 2018:
   <https://www.tagesschau.de/inland/ermittlungen-gauland-103.html>
4. **Deutschlandfunk:** „Wirbel um Äußerungen über Jérôme Boateng“, 29. Mai
   2016:
   <https://www.deutschlandfunk.de/afd-vize-gauland-wirbel-um-aeusserungen-ueber-jerome-boateng-100.html>

# Maximilian Krah

\[POLIDOCS-KAPITEL v1\]  
Zweck: Politisch relevante öffentliche Aussagen, Handlungen und Positionen von Maximilian Krah sowie einschlägige Verfahren belegbar dokumentieren und einordnen.  
Eintragseinheit: Ein eigenständig überprüfbares Zitat, Ereignis, Verfahren oder eine institutionelle Entscheidung; die bestehende Dossierseite dient als Überblick.  
Aufnahmekriterien: Eindeutige Zuordnung zur Person, politische Relevanz und mindestens ein belastbarer Primärbeleg, amtliches Dokument oder eine seriöse Sekundärquelle.  
Pflichtinhalt: Datum, Originalaussage oder Handlung, Kontext, Quelle, Verfahrens- und Evidenzstatus, Gegenargumente und getrennte redaktionelle Einordnung.  
Abgrenzung: Gerüchte, private Belanglosigkeiten, Dubletten und nicht belegte Vorwürfe ohne klare Kennzeichnung werden ausgeschlossen.  
Erweiterungsauftrag: Neue relevante Vorgänge recherchieren, gegen das Dossier und bestehende Seiten deduplizieren, Vorwürfe und Verfahrensstände exakt kennzeichnen, als Einzelseiten ergänzen und den Überblick aktualisieren.

# Maximilian Krah: dokumentierte Aussagen und Handlungen

<!-- BookStack-Seitentitel: Maximilian Krah: dokumentierte Aussagen und Handlungen -->

> **Kurzfazit:** Maximilian Krah relativierte 2024 die SS, indem er die
> verbrecherische Organisation auf die mögliche individuelle Strafbarkeit
> einzelner Träger einer SS-Uniform verkürzte. Die AfD verhängte daraufhin ein
> Auftrittsverbot; Krah zog sich aus Wahlkampf und Bundesvorstand zurück. Eine
> frühere Rede über angeblich durchweg nichtverbrecherische deutsche Vorfahren
> passt in dasselbe erinnerungspolitische Muster.

**Stand:** 9. August 2026.

## 2024: Aussagen über Mitglieder der SS

Im Interview mit der italienischen Zeitung *La Repubblica* sagte Krah im Mai
2024:

> „Ich werde nie sagen, dass jeder, der eine SS-Uniform trug, automatisch ein
> Verbrecher war.“

Auf die Nachfrage nach Kriegsverbrechern antwortete er:

> „Es gab sicherlich einen hohen Prozentsatz an Kriminellen, aber nicht alle
> waren kriminell.“

**Historischer und rechtlicher Kontext:** Der Internationale Militärgerichtshof
in Nürnberg erklärte die SS als Organisation für verbrecherisch. Das Urteil
unterschied zugleich bei der individuellen Verantwortlichkeit unter anderem
nach Kenntnis, freiwilliger Mitgliedschaft und Beteiligung; nicht jeder
Uniformträger wurde automatisch persönlich verurteilt. Krahs Satz enthält daher
einen engen individualstrafrechtlichen Kern, verschiebt aber die Debatte von der
systematischen Funktion der SS hin zu möglichen Ausnahmen einzelner Mitglieder.

**Einordnung:** In einem Europawahlkampf ohne sachlichen Anlass individuelle
Ausnahmen zu betonen, relativiert die Gesamtverantwortung einer zentralen
Organisation des NS-Terrors. Treffender als die Behauptung einer vollständig
erfundenen Aussage ist daher: Krah nutzt eine juristische Differenzierung zur
politischen Entlastung und Normalisierung.

## Politische Handlung und Folgen

Die französische Rechtsaußenpartei Rassemblement National kündigte nach den
Äußerungen die weitere Zusammenarbeit mit der AfD an. Am 22. Mai 2024 verhängte
die AfD ein Auftrittsverbot gegen ihren eigenen Europawahl-Spitzenkandidaten.
Krah zog sich aus dem Wahlkampf und aus dem AfD-Bundesvorstand zurück. Er
erklärte, seine „sachlichen und differenzierten Aussagen“ würden als Vorwand
missbraucht, um der Partei zu schaden.

Diese Folgen sind keine gerichtliche Feststellung, zeigen aber, dass selbst die
AfD-Spitze die Aussage als erhebliches politisches Risiko bewertete.

## 2023: „Unsere Vorfahren waren keine Verbrecher“

In einem verbreiteten Video sagte Krah sinngemäß, die deutschen Vorfahren seien
keine Verbrecher gewesen, sondern „Helden“ und „Vorbilder“, und man müsse sich
ihnen wieder positiv zuwenden.

**Kontext und Einordnung:** Eine Zurückweisung deutscher Kollektivschuld ist
historisch und rechtlich legitim; Schuld ist individuell. Krahs pauschale
positive Gegenerzählung verwischt aber ebenfalls individuelle Täterschaft und
die breite gesellschaftliche Beteiligung an NS-Verbrechen. Zusammen mit der
späteren SS-Äußerung entsteht ein Muster erinnerungspolitischer Entlastung.

## Gesamtbewertung

Die SS-Äußerung ist im exakten Wortlaut belegt und hatte konkrete politische
Folgen. Sie sollte weder fälschlich als Leugnung sämtlicher SS-Verbrechen noch
als harmlose historische Präzision beschrieben werden. Der entscheidende Punkt
ist die politische Relativierung durch den Fokus auf individuelle Ausnahmen.

## Quellen

Alle Onlinequellen wurden am 9. August 2026 abgerufen.

1. **La Repubblica:** Interview mit Maximilian Krah, 17. Mai 2024:
   <https://www.repubblica.it/esteri/2024/05/17/news/candidato_elezioni_europee_afd_maximilian_krah_estrema_destra-423009349/>
2. **Tagesschau:** „Warum Krah AfD-Spitzenkandidat bleibt“, mit vollständigen
   Zitatpassagen, 22. Mai 2024:
   <https://www.tagesschau.de/europawahl/parteien_und_programme/krah-afd-europawahl-100.html>
3. **Tagesschau:** „Krah zieht sich aus AfD-Vorstand zurück – Auftrittsverbot
   verhängt“, 22. Mai 2024:
   <https://www.tagesschau.de/europawahl/parteien_und_programme/krah-rueckzug-bundesvorstand-100.html>
4. **United States Holocaust Memorial Museum:** „SS: Decline, Disintegration,
   and Trials“:
   <https://encyclopedia.ushmm.org/content/en/article/ss-decline-disintegration-and-trials>
5. **NZZ:** Einordnung der Vorfahren-Rede, 2023:
   <https://www.nzz.ch/international/afd-spitzenkandidat-krah-deutsche-vorfahren-keine-verbrecher-ld.1755120>

# Wahlprogramme

\[POLIDOCS-KAPITEL v1\]  
Zweck: Offizielle AfD-Wahlprogramme vollständig erschließen, ihre Forderungen auffindbar machen und nach der dokumentierten Methodik einordnen.  
Eintragseinheit: Eine Seite pro endgültigem Bundes- oder Landtagswahlprogramm; die Indexseite bildet Bearbeitungsstand und Lücken ab.  
Aufnahmekriterien: Offizielles, einer konkreten Wahl und Gliederung zuordenbares AfD-Programm mit archivierbarer Originalquelle.  
Pflichtinhalt: Wahl und Datum, Originaldokument, vollständige Gliederung und Forderungen, Kontext, Einordnung nach Methodik, Gegenargumente, Grenzen und Bearbeitungsstatus.  
Abgrenzung: Kurzprogramme, einzelne Flugblätter und bloße Kampagnenaussagen nicht als vollständiges Wahlprogramm ausgeben.  
Erweiterungsauftrag: Das nächste noch unbearbeitete offizielle Programm aus dem Index wählen, Original sichern, vollständig analysieren, als Programmseite ergänzen und Index sowie Status aktualisieren.

# Wahlprogramme der AfD: vollständiger Arbeitsindex

<!-- BookStack-Seitentitel: Wahlprogramme der AfD: vollständiger Arbeitsindex -->

> **Arbeitsstand:** Diese Seite erfasst alle Bundestags- und abgeschlossenen
> Landtagswahlen seit Gründung der AfD bis zum 9. August 2026. Die vier
> Bundestagsprogramme sind bereits als eigene Seiten vollständig nach ihrer
> offiziellen Gliederung erschlossen. Die 41 Landtagswahlen bilden die
> Prüfliste für die anschließende Einzelanalyse; Bremen 2023 ist ein Sonderfall,
> weil keine AfD-Landesliste zugelassen war.

## Was „alle Punkte“ hier bedeutet

Bei umfangreichen Programmen wird jeder offizielle Kapitel- und Unterpunkttitel
aufgeführt. Das ist eine vollständige **thematische Gliederung**, keine Kopie
jedes Absatzes. Zusätzlich werden die für die Rechtsextremismus-Prüfung
relevanten Originalpassagen wörtlich zitiert, begründet eingeordnet und mit
Gegenargumenten versehen.

## Bundestagswahlen

- 2013 – Programm vom 14. April 2013, vier Seiten
- 2017 – „Programm für Deutschland“, beschlossen 22./23. April 2017
- 2021 – Programm zur Wahl des 20. Deutschen Bundestages
- 2025 – „Zeit für Deutschland“, beschlossen 11./12. Januar 2025

## Landtagswahlen: vollständige Prüfliste

Aufgeführt sind nur Wahlen, die nach der AfD-Gründung stattfanden. Wo die AfD
nicht antrat oder nicht zugelassen war, wird dies ausdrücklich vermerkt.

### 2013

- Hessen – 22. September 2013

### 2014

- Sachsen – 31. August 2014
- Brandenburg – 14. September 2014
- Thüringen – 14. September 2014

### 2015

- Hamburg – 15. Februar 2015
- Bremen – 10. Mai 2015

### 2016

- Baden-Württemberg – 13. März 2016
- Rheinland-Pfalz – 13. März 2016
- Sachsen-Anhalt – 13. März 2016
- Mecklenburg-Vorpommern – 4. September 2016
- Berlin – 18. September 2016

### 2017

- Saarland – 26. März 2017
- Schleswig-Holstein – 7. Mai 2017
- Nordrhein-Westfalen – 14. Mai 2017
- Niedersachsen – 15. Oktober 2017

### 2018

- Bayern – 14. Oktober 2018
- Hessen – 28. Oktober 2018

### 2019

- Bremen – 26. Mai 2019
- Sachsen – 1. September 2019
- Brandenburg – 1. September 2019
- Thüringen – 27. Oktober 2019

### 2020

- Hamburg – 23. Februar 2020

### 2021

- Baden-Württemberg – 14. März 2021
- Rheinland-Pfalz – 14. März 2021
- Sachsen-Anhalt – 6. Juni 2021
- Mecklenburg-Vorpommern – 26. September 2021
- Berlin – 26. September 2021

### 2022

- Saarland – 27. März 2022
- Schleswig-Holstein – 8. Mai 2022
- Nordrhein-Westfalen – 15. Mai 2022
- Niedersachsen – 9. Oktober 2022

### 2023

- Berlin (Wiederholungswahl) – 12. Februar 2023
- Bremen – 14. Mai 2023; **keine AfD-Landesliste zugelassen**, daher kein
  reguläres Landeswahlprogramm als zugelassene Wahlpartei zu analysieren
- Bayern – 8. Oktober 2023
- Hessen – 8. Oktober 2023

### 2024

- Sachsen – 1. September 2024
- Thüringen – 1. September 2024
- Brandenburg – 22. September 2024

### 2025

- Hamburg – 2. März 2025

### 2026 bis zum Stichtag

- Baden-Württemberg – 8. März 2026
- Rheinland-Pfalz – 22. März 2026

## Noch nicht in die abgeschlossene Analyse einbezogen

Nach dem Stichtag liegende Wahlen werden erst nach Veröffentlichung des
endgültigen Programms und spätestens nach dem Wahltag aufgenommen. Ein
Entwurfsstand darf nicht stillschweigend als beschlossenes Programm behandelt
werden.

## Quellen und Archivstrategie

1. **Primärquelle:** Beschlossenes PDF des jeweiligen AfD-Bundes- oder
   Landesverbands. Lokale Kopie, Dateihash, Beschlussdatum und Seitenzahl werden
   pro Analyse notiert.
2. **Wahldatum und Teilnahme:** Bundeswahlleiterin beziehungsweise zuständige
   Landeswahlleitung.
3. **Historische Sicherung:** Manifesto Project und Polidoc dienen zum Auffinden
   alter Fassungen; zitiert wird nach Möglichkeit das offizielle PDF.
4. **Bewertung:** Die Kriterien der Seite „Methodik: Wann ist eine Aussage
   rechtsextrem?“ gelten für jedes Programm identisch.

## Übergreifende Quellen

Alle Onlinequellen wurden am 9. August 2026 abgerufen.

1. **Bundeszentrale für politische Bildung:** „Wahlergebnisse und Wählerschaft
   der AfD“:
   <https://www.bpb.de/themen/parteien/parteien-in-deutschland/afd/273131/wahlergebnisse-und-waehlerschaft-der-afd/>
2. **Manifesto Project (WZB):**
   <https://manifesto-project.wzb.eu/>
3. **Polidoc (Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung):**
   <https://shiny.mzes.uni-mannheim.de/polidoc/>

# AfD-Bundestagswahlprogramm 2013: alle Punkte und Einordnung

<!-- BookStack-Seitentitel: AfD-Bundestagswahlprogramm 2013: alle Punkte und Einordnung -->

> **Kurzfazit:** Das erste AfD-Bundestagswahlprogramm ist ein vierseitiges
> Kurzprogramm mit Schwerpunkt Euro. Nach dem hier verwendeten Maßstab enthält
> es keine eindeutig rechtsextreme Forderung. Es vertritt eine restriktive,
> zugleich aber ausdrücklich qualifikationsorientierte Einwanderungspolitik und
> bekennt sich zum Asyl für ernsthaft politisch Verfolgte.

**Beschlossen:** 14. April 2013. **Stand der Analyse:** 9. August 2026.

## Alle Programmpunkte

### Währungspolitik

- Geordnete Auflösung des Euro-Währungsgebiets
- Wiedereinführung nationaler Währungen oder kleinerer stabiler Währungsverbünde;
  die D-Mark dürfe kein Tabu sein
- Änderung der EU-Verträge, damit jeder Staat aus dem Euro ausscheiden kann
- Deutsches Austrittsrecht durch Veto gegen weitere ESM-Hilfskredite erzwingen
- Kosten der Rettungspolitik zuerst Banken, Hedgefonds und Großanlegern
  auferlegen
- Überschuldete Staaten durch Schuldenschnitt entschulden
- Bankverluste von Banken beziehungsweise privaten Großgläubigern tragen lassen
- Ankauf sogenannter Schrottpapiere durch die EZB sofort verbieten

### Europapolitik

- Europa souveräner Staaten mit gemeinsamem Binnenmarkt
- Uneingeschränktes Budgetrecht nationaler Parlamente; Ablehnung von
  Transferunion und zentralisiertem Europastaat
- Gesetzgebungskompetenzen zu nationalen Parlamenten zurückverlagern
- EU-Bürokratie abbauen sowie Transparenz und Bürgernähe fördern
- Position David Camerons für mehr Wettbewerb und Eigenverantwortung in der EU
  unterstützen

### Rechtsstaatlichkeit und Demokratie

- Rechtsstaat, Gesetze und Verträge uneingeschränkt achten
- Grenzen staatlichen Handelns durch Völkerrecht, Grundgesetz und EU-Verträge
- Volksabstimmungen und -initiativen nach Schweizer Vorbild, besonders bei
  Kompetenzübertragungen an die EU
- Parteien sollen mitwirken, das politische System aber nicht beherrschen
- Mehr direkte Demokratie auch innerhalb der Parteien
- Bundestagsabgeordnete sollen ihre volle Arbeitskraft dem Mandat widmen
- Ergebnisoffene Diskussion unkonventioneller, grundgesetzkonformer Meinungen

### Staatsfinanzen und Steuern

- Schuldenbremse achten und Schulden abbauen
- Euro-Rettungsrisiken in der Finanzplanung ausweisen
- Steuerrecht nach dem Kirchhof-Modell drastisch vereinfachen

### Alterssicherung und Familie

- Altersvorsorge vor Folgen von Überschuldung und Niedrigzinsen schützen
- Kinder bei der Rentenberechnung stärker berücksichtigen
- Deutschland kinder- und familienfreundlicher machen
- Familie als „Keimzelle der Gesellschaft“ schützen und fördern

### Bildung

- Bundesweit einheitliche Bildungsstandards
- Bildung als Kernaufgabe der Familie fördern; Kitas und Schulen ergänzen
- Elternverantwortung stärken, frühkindliche Angebote unabhängig vom
  Familienhintergrund bereitstellen
- Hochwertiges Universitätssystem; Rückkehr zu Diplom und Staatsexamen
  ermöglichen

### Energiepolitik

- Nachhaltiges Konzept für bezahlbare Energie
- Erneuerbare-Energien-Gesetz reformieren
- Subventionen für erneuerbare Energien statt über Strompreise aus Steuern
  finanzieren und transparent ausweisen

### Integrationspolitik

- Einwanderungsrecht neu ordnen; qualifizierte und integrationswillige
  Zuwanderung
- Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild; ungeordnete Zuwanderung in
  Sozialsysteme unterbinden
- Ernsthaft politisch Verfolgten Asyl und Asylbewerbern Arbeitsmöglichkeiten
  gewähren

## Prüfung auf rechtsextreme oder völkische Inhalte

Das Programm unterscheidet zwischen erwünschter qualifizierter Zuwanderung und
„ungeordneter Zuwanderung in unsere Sozialsysteme“. Diese Formulierung kann
einen Wohlfahrtsmissbrauch suggerieren, knüpft Rechte aber nicht an Abstammung
oder eine ethnische Definition des deutschen Volkes. Zugleich bekennt es sich
zum Schutz politisch Verfolgter.

**Ergebnis:** Unter den festgelegten Kriterien kein eindeutiger
rechtsextremistischer Programmpunkt. Die spätere völkische und
muslimfeindliche Programmatik ist in diesem Kurzprogramm noch nicht
ausformuliert.

## Quelle

- **Alternative für Deutschland:** Wahlprogramm, Parteitagsbeschluss vom
  14. April 2013, archivierte PDF-Fassung:
  <https://www.bundestagswahl-2021.de/wp-content/uploads/sites/4/2021/04/Wahlprogramm-der-AfD-Bundestagswahl-2013.pdf>

# AfD-Bundestagswahlprogramm 2017: alle Punkte und Einordnung

<!-- BookStack-Seitentitel: AfD-Bundestagswahlprogramm 2017: alle Punkte und Einordnung -->

> **Kurzfazit:** Das Programm 2017 erweitert die frühe Euro-Partei um eine
> umfassende nationalkonservative, migrations- und islamfeindliche Agenda.
> Besonders relevant sind die Darstellung des Islam und der wachsenden Zahl von
> Muslimen als pauschale Gefahr, religionsspezifische Verbote sowie eine
> „nationale Bevölkerungspolitik“ für die „einheimische Bevölkerung“. Nicht
> jede restriktive Forderung ist für sich extremistisch; problematisch ist die
> Verbindung aus kollektiver Gefahrenzuschreibung und ungleichen
> Religionsrechten.

**Beschlossen:** 22./23. April 2017. **Stand der Analyse:** 9. August 2026.

## Vollständige offizielle Gliederung

### 1. Verteidigung der Demokratie in Deutschland

- 1.1 Ohne Volkssouveränität keine Demokratie
- 1.2 Zurückführung der Europäischen Union in einen Staatenbund souveräner
  Staaten
- 1.3 Das Volk muss wieder zum Souverän werden
- 1.4 Volksabstimmungen nach Schweizer Vorbild
- 1.5 Die Gewaltenteilung gewährleisten
- 1.6 Trennung von Amt und Mandat und Kampf der Ämterpatronage
- 1.7 Macht der Parteien beschränken
- 1.8 Direktwahl des Bundespräsidenten
- 1.9 Parteienfinanzierung dem Verfassungsrecht anpassen
- 1.10 Freie Listenwahl und freies Mandat
- 1.11 Wider das Berufspolitikertum: Amtszeit begrenzen
- 1.12 Lobbyismus eindämmen
- 1.13 Private Rentenvorsorge für Parlamentarier
- 1.14 Straftatbestand der Steuerverschwendung
- 1.15 Bürgerlich-freiheitliche Rechtsordnung
- 1.15.1 Vertragsfreiheit bewahren

### 2. Der Euro ist gescheitert: Währung, Geld- und Finanzpolitik

- 2.1 Weitere Mitgliedschaft in der Eurozone sei unbezahlbar
- 2.2 Sparer und Rentner vor der EZB schützen
- 2.3 Bargeld erhalten
- 2.4 Keine deutsche Haftung für ausländische Banken
- 2.5 Bürger gegen eine Eurokrise absichern

### 3. Außen- und Sicherheitspolitik: Deutsche Interessen durchsetzen

- 3.1 Außenpolitik an deutschen Interessen ausrichten
- 3.2 Verhältnis zu wichtigen Staaten
- 3.3 Deutschland müsse sich selbst verteidigen
- 3.4 Nationale Sicherheitsstrategie
- 3.5 Wirtschaftliche Stärken ausbauen
- 3.6 Entwicklungspolitik als Sicherheits- und Wirtschaftsinteresse

### 4. Innere Sicherheit

- 4.1 Ausländerkriminalität bekämpfen
- 4.2 Vollstreckung im Ausland
- 4.3 Jugendstrafrecht
- 4.4 Polizei reformieren
- 4.5 Fahndungsmöglichkeiten verbessern
- 4.6 Organisierte Kriminalität bekämpfen
- 4.7 Sicherheit der Bürger verbessern
- 4.8 Abmahnvereine abschaffen
- 4.9 Vorgerichtliche Inkassokosten nicht erstatten

### 5. Asyl braucht Grenzen: Zuwanderung und Asyl

- 5.1 Demografische Probleme Europas und Afrikas
- 5.2 Zuwanderung nach deutschen Regeln
- 5.3 Türkei nicht in die EU
- 5.4 Keine weitere Einwanderung in die Sozialsysteme
- 5.5 Zuflucht in Herkunftsregionen statt „Massenmigration“
- 5.6 Asylbewerber sicher identifizieren
- 5.7 Kein Familiennachzug in die Sozialsysteme
- 5.8 Kosten unbegleiteter minderjähriger Ausländer
- 5.9 Anpassung als Aufgabe des Einwanderers
- 5.10 Staatsbürgerschaft durch Abstammung; doppelte Staatsbürgerschaft
  beenden

### 6. Der Islam im Konflikt mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung

Das Kapitel hat keine nummerierten Unterpunkte. Es behandelt unter anderem
Moscheefinanzierung, Minarette, Muezzinruf, Imame, islamtheologische Lehrstühle,
Körperschaftsstatus, Vollverschleierung, Kopftücher und religiöse Trauungen.

### 7. Familienförderung und Bevölkerungsentwicklung

- 7.1 „Deutschland nicht abschaffen“
- 7.2 Ehe und Familie stärken
- 7.3 Kinder brauchen beide Eltern
- 7.3.1 Scheidungen
- 7.3.2 Väter stärken
- 7.4 Familiennahe Betreuung würdigen
- 7.5 Ungeborenes Leben schützen
- 7.6 Kinder willkommen heißen
- 7.7 „Klares Familienbild“ gegen „Gender-Ideologie“
- 7.7.1 „Gender-Ideologie“ aus Schulen; „Frühsexualisierung“ stoppen
- 7.7.2 Förderung von Gender-Forschung beenden

### 8. Bildung und Schule

- 8.1 Mehrgliedriges Schulsystem
- 8.2 Berufliche Bildung: „Meister statt Master“
- 8.3 Förder- und Sonderschulen statt „ideologisch motivierter Inklusion“
- 8.4 Folgen der Migration für Schulen
- 8.5 Diplom und Magister wieder einführen
- 8.6 Hochschulautonomie und Freiheit von Forschung und Lehre
- 8.7 Neutralität der Schule
- 8.8 Kein bekenntnisgebundener Islamunterricht
- 8.9 Keine „Sonderrechte“ für Muslime an Schulen
- 8.10 Kein Koranunterricht durch verfassungsfeindliche Moscheevereine

### 9. Kultur und Medien

- 9.1 „Deutsche Leitkultur statt Multikulturalismus“
- 9.2 Deutsche Sprache als Zentrum der Identität
- 9.3 Kulturpolitische Vorgaben beseitigen
- 9.4 Kulturhoheit der Länder; keine „politisch korrekte“ Kunst
- 9.5 Rundfunkbeitrag abschaffen
- 9.6 Internet als Ort freier Meinungsäußerung

### 10. Steuern, Finanzen, Wirtschaft und Arbeit

- 10.1 Steuern
- 10.2 Haushaltspolitik
- 10.3 Soziale Arbeitswelt
- 10.4 Langzeitarbeitslosigkeit und Qualifikation
- 10.5 Arbeitslosenquote
- 10.6 Wirtschaftspolitik und Wohlstand
- 10.7 Einlagen bei Bankinsolvenzen
- 10.8 Teilhabe am digitalen Leben und digitaler Wirtschaft

### 11. Sozialpolitik

- 11.1 Sozialpolitik und Zuwanderung
- 11.2 Familien und Kinderarmut
- 11.3 Rente: Grundlagen
- 11.4 Rente und Lebensarbeitszeit
- 11.5 Versicherungsfremde Leistungen
- 11.6 Doppelbesteuerung der Rente
- 11.7 Grundsicherung im Alter
- 11.8 Arbeitslosengeld
- 11.9 Paritätische Kranken- und Pflegeversicherung

### 12. Gesundheitssystem

- 12.1 Finanzierung
- 12.2 Ärztliche Versorgung auf dem Land
- 12.3 Pflegenotstand
- 12.4 Stationäre Versorgung
- 12.5 Krankenhaus-Notfallambulanzen
- 12.6 Hausarztsystem
- 12.7 Ärzte und Therapeuten in Deutschland ausbilden
- 12.8 Deutsch-türkisches Sozialversicherungsabkommen kündigen
- 12.9 Gesundheitskarte und E-Health
- 12.10 Alternative Medizin
- 12.11 Freiberufliche Hebammen
- 12.12 Cannabis nicht freigeben

### 13. Energie, Klima und Technologie

- 13.1 Klimawandel
- 13.2 Energiepolitik
- 13.3 Technologie fördern

### 14. Verkehr, Wohnungsbau und ländlicher Raum

- 14.1 Verkehr und Infrastruktur
- 14.2 Wohnungsbau
- 14.3 Ländlicher Raum

### 15. Umwelt, Natur, Tiere, Verbraucher und Landwirtschaft

- 15.1 Wasserversorgung in öffentlicher Hand
- 15.2 Windenergieausbau stoppen
- 15.3 Lärmschutz
- 15.4 Verbraucherschutz
- 15.5 Schächten verbieten
- 15.6 Bäuerliche Landwirtschaft stärken
- 15.6.1 Regionalisierung und Direktvermarktung
- 15.6.2 Alte Kultursorten
- 15.6.3 Kleingärten und Kleintierhaltung
- 15.6.4 Gentechnikfreie Landwirtschaft

## Besonders relevante Originalpassagen

### Islam und Muslime als kollektive Gefahr

Das Programm erklärt:

> „Der Islam gehört nicht zu Deutschland. In der Ausbreitung des Islam und der
> Präsenz von über 5 Millionen Muslimen, deren Zahl ständig wächst, sieht die
> AfD eine große Gefahr für unseren Staat, unsere Gesellschaft und unsere
> Werteordnung.“ (S. 34)

Es ergänzt, viele Muslime lebten rechtstreu und seien geschätzte Mitglieder der
Gesellschaft. Dennoch werden Minarette und Muezzinruf generell als
„islamisches Herrschaftszeichen“ beziehungsweise „religiöser Imperialismus“
abgelehnt. Islamische Organisationen sollen grundsätzlich keinen
Körperschaftsstatus erhalten; islamtheologische Lehrstühle sollen abgeschafft
werden. (S. 35)

**Einordnung:** Der Schutz vor verfassungsfeindlichen Vereinen, ausländischer
Einflussnahme, Zwangsheirat oder gewaltbereitem Islamismus ist legitim. Die
Passage geht darüber hinaus: Sie erklärt die bloße Präsenz und wachsende Zahl
von Muslimen zur Gefahr und fordert pauschale, religionsspezifische
Beschränkungen. Das berührt Gleichbehandlung und Religionsfreiheit und deckt
sich mit dem Problemfeld, das das OVG NRW 2024 in der AfD dokumentierte.

### „Einheimische Bevölkerung“ und nationale Bevölkerungspolitik

Das Familienkapitel fordert eine „nationale Bevölkerungspolitik“ und Maßnahmen
zur Erhöhung der Geburtenrate der „einheimischen Bevölkerung“. Es spricht von
der schrumpfenden „angestammten Bevölkerung“ und davon, das „Land unserer Väter
und Mütter“ den eigenen Nachkommen zu hinterlassen. (S. 36–37)

**Einordnung:** Familienförderung und eine höhere Geburtenrate sind für sich
nicht extremistisch. Die Unterscheidung einer „angestammten“ oder
„einheimischen“ Bevölkerung von anderen Bürgern öffnet jedoch einen
ethnisch-völkischen Zugehörigkeitsbegriff. Das Programm sagt an dieser Stelle
nicht ausdrücklich, deutsche Staatsbürger anderer Herkunft sollten weniger
Rechte besitzen; deshalb ist dies ein völkischer Anhaltspunkt, keine
abschließende Feststellung einer konkreten Entrechtung.

### Staatsangehörigkeit durch Abstammung

Das Programm will das Geburtsortsprinzip streichen und zum bis 2000 geltenden
Abstammungsprinzip zurückkehren. Einbürgerungen sollen nur bei dauerhaft
erfolgreicher „Assimilation“ und Loyalität erfolgen. (S. 32)

**Einordnung:** Ein restriktives Staatsangehörigkeitsrecht ist nicht
automatisch verfassungsfeindlich. Entscheidend ist, dass das Programm keine
Rechte bereits deutscher Staatsbürger aberkennen will. Relevant wird der Punkt
im Zusammenspiel mit der ethnischen Sprache der Bevölkerungspolitik.

## Gesamturteil

2017 ist der Übergang von der frühen Euro-Protestpartei zu einer Partei mit
völkischen und kollektiv muslimfeindlichen Elementen programmatisch klar
sichtbar. Am stärksten wiegen die pauschale Gefahrenbeschreibung von Muslimen
und religionsspezifische Ungleichbehandlungen. Die Forderung nach mehr
Geburten, Grenzkontrolle oder einem restriktiveren Einbürgerungsrecht wird
nicht ohne zusätzliche Merkmale als rechtsextrem markiert.

## Quellen

1. **Alternative für Deutschland:** „Programm für Deutschland“,
   Bundestagswahlprogramm 2017:
   <https://www.afd.de/wp-content/uploads/2017/06/2017-06-01_AfD-Bundestagswahlprogramm_Onlinefassung.pdf>
2. **OVG Nordrhein-Westfalen:** Pressemitteilung zum AfD-Verdachtsfall,
   13. Mai 2024:
   <https://www.justiz.nrw/presse/2024-05-13-0>

# AfD-Bundestagswahlprogramm 2021: alle Punkte und Einordnung

<!-- BookStack-Seitentitel: AfD-Bundestagswahlprogramm 2021: alle Punkte und Einordnung -->

> **Kurzfazit:** Das Programm 2021 verstetigt die völkisch-kulturelle
> Zugehörigkeitslogik von 2017. Es fordert eine „Remigrationsagenda“, knüpft
> Migrationspolitik an die „kulturelle Identität Deutschlands“, will zum
> Abstammungsprinzip zurückkehren und erklärt, die deutsche Kultur könne nicht
> durch Verfassungspatriotismus ersetzt werden. Die im Programm definierte
> Remigrationsagenda richtet sich gegen Ausreisepflichtige und auf Schutz in
> Herkunftsregionen; eine Ausweisung deutscher Staatsbürger fordert sie nicht.

**Stand der Analyse:** 9. August 2026.

## Vollständige offizielle Gliederung

### Demokratie und Rechtsstaat

- Das Volk ist der Souverän
- Volksabstimmungen nach Schweizer Modell
- Gewaltenteilung gewährleisten
- Justiz entpolitisieren
- Verfassungsschutz reformieren
- Amt und Mandat trennen; Ämterpatronage bekämpfen
- Parteienmacht beschränken
- Freie Listenwahl und freies Mandat
- Parlamente verkleinern
- Mandats- und Amtszeiten begrenzen
- Lobbyismus eindämmen

### Freiheit und Verantwortung

- Bürgerlich-freiheitliche Rechtsordnung
- Leistung statt Quote; Freiheit statt Diskriminierung
- Persönliche Freiheit vor digitalen Übergriffen schützen
- Hinweisgeber schützen

### EU und Europa

- „Europa der Vaterländer“
- EU in einen Staatenbund souveräner Staaten zurückführen

### Steuern und Finanzen

- Keine EU-Steuern
- Wenige Steuerarten und verständliche Systematik
- Substanzsteuern abschaffen
- Wohnungseigentum fördern
- Nominalwertprinzip und Ungleichbehandlung von Steuerbürgern beenden
- Digitalsteuer einführen

### Wirtschaft: „Blue Deal“

- Wirtschafts- und Innovationspolitik
- Mittelstand entlasten
- Politisch verursachte Belastungen aussetzen
- Technologieführerschaft mit „Blue Deal“
- Soziale Marktwirtschaft statt „sozialistischer Industriepolitik“

### Euro und Währung

- Deutschland aus dem Euro-System führen
- EU-Schulden ablehnen; Hilfskredite national vergeben
- Inflation durch Corona-Maßnahmen beenden
- EZB-Nullzinspolitik beenden
- Nationale Währungen wiedereinführen
- Bargeld erhalten
- Target-2-Risiko beenden
- National investieren
- Gegen Eurokrise absichern, Geldsystem reformieren und Staatsgold
  zurückholen

### Außen- und Verteidigungspolitik

- Außenpolitik an deutschen Interessen ausrichten
- Verhältnis zu wichtigen Staaten
- Wehrfähigkeit wiederherstellen
- Entwicklungspolitik als Sicherheits- und Wirtschaftsinteresse
- Wirtschaftliche Stärken ausbauen
- Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik

### Innere Sicherheit

- Linke Gewalt bekämpfen
- Ausländerkriminalität bekämpfen
- Vollstreckung im Ausland
- Jugendstrafrecht
- Bundespolizei und nationalen Grenzschutz stärken
- Polizei reformieren
- Fahndungsmöglichkeiten verbessern
- Organisierte Kriminalität bekämpfen
- Bürgersicherheit verbessern
- Strafjustiz verbessern

### Islam

Das eigenständige Kapitel behandelt Islamismus, islamische Organisationen,
Moscheen, Imame, ausländische Finanzierung, Kopftücher, Vollverschleierung und
Religionsunterricht.

### Migration, Asyl und Integration

- Fluchtbewegungen nicht durch Aufnahme in Europa bewältigen
- Asylmissbrauch beenden
- Folgeprobleme der Aufnahme
- „Asylparadies Deutschland schließen“
- Abschiebung und Rückkehr
- Leben retten und soziale Gerechtigkeit herstellen
- Hilfe vor Ort
- Zuwanderung national regeln
- Qualifizierte Zuwanderung
- Integration
- Deutsche Staatsangehörigkeit als „kostbares Gut“

### Familienpolitik

- Familien stärken und fördern
- Ursachen der „demografischen Katastrophe“
- Leistungsfähigkeit der Familien
- Familien unterstützen
- Familienfreundliches Deutschland
- Kinder in Familien belassen; Entzug nur im Ausnahmefall
- „Willkommenskultur für Kinder“
- Trennungsfolgen mindern
- Verantwortungsvolle Kinderbetreuung
- Geschlecht als biologische Tatsache

### Arbeits- und Sozialpolitik

- Zuwanderung von EU-Ausländern in Sozialsysteme begrenzen
- Nationale Gesetzgebungshoheit im Sozialrecht
- Keine Sozialleistungen auf ausländische Konten
- Lohndumping in Leiharbeit verhindern
- Mindestlohn beibehalten
- Arbeitslosengeld I nach Vorbeschäftigung
- Arbeitslosenversicherung reformieren
- Aktivierende Grundsicherung
- Finanzkontrolle Schwarzarbeit stärken
- Arbeitsrecht vereinfachen
- Wohnungs- und Obdachlosigkeit bekämpfen
- Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen
- Versorgung behinderter Menschen in Krankenhäusern

### Rentenkonzept

- Rente zukunftsfest machen
- Freiheit beim Renteneintritt
- Altersarmut verhindern
- Politikerpensionen abschaffen
- Beamtenstatus auf hoheitliche Aufgaben begrenzen
- Lastengerechtigkeit zwischen Familien und Kinderlosen
- Ungerechtigkeiten bei Ostrenten
- Doppelbesteuerung vermeiden und Freibetrag erhöhen
- Umlagerente stärken
- Wehrdienst rentenpolitisch würdigen

### Gesundheitspolitik

- Corona-Maßnahmen beenden
- Freiwilliges Impfen
- Corona-Untersuchungsausschuss
- Krankenhausfinanzierung
- Ambulante Versorgung und Budgetierung
- Medizinische Versorgung auf dem Land
- Heil- und Hilfsmittel entbürokratisieren
- Kurzzeitpflegeplätze
- Pflegenotstand beenden
- Häusliche Pflege
- Pflege- und Krankenversicherung vereinfachen
- Arzneimittelversorgung
- Organspende und Sterbehilfe
- Cannabis nur medizinisch
- Antibiotikaresistenzen
- Heilpraktikerberuf
- Anforderungen an ausländisches Gesundheitspersonal
- Patientensouveränität über Daten
- WHO reformieren

### Bildung, Wissenschaft und Forschung

- Leistung statt „Akademisierungswahn“
- Mehrgliedriges Schulsystem
- Berufliche Bildung: „Meister statt Master“
- Digitalisierung als Mittel
- Förder- und Sonderschulen
- Bildung und Migration
- Schulneutralität
- Kritik an Kompetenzorientierung
- Deutsches Kulturgut im Unterricht
- Kein bekenntnisgebundener Islamunterricht
- Keine „Sonderrechte“ für Muslime an Schulen
- Kein Koranunterricht durch verfassungsfeindliche Moscheevereine
- Keine Konfuzius-Institute
- Diplom und Magister wiedereinführen
- Hochschulautonomie
- Keine Förderung von Gender Studies und keine Gender-Quoten

### Kultur

- „Deutsche Leitkultur statt Multikulturalismus“
- Deutsche Sprache als Zentrum der Identität
- Kulturförderung
- Brauchtum und Gedenken

### Medien

- Öffentlich-rechtlichen Rundfunk neu gestalten
- „Cancel Culture“ bekämpfen
- „Meinungsfreiheit statt Tugendterror“

### Bauen, Wohnen, Mieten

- Wohneigentum fördern
- Mehr Wohngeld statt sozialem Wohnungsbau

### Klima, Energie, Technik und Digitalisierung

- Dem Klimawandel „positiv begegnen“
- Kernforderungen zur Klimapolitik
- Technischen Fortschritt fördern
- Energiepolitik gegen den „Green Deal“
- Digitalisierung am Menschen ausrichten
- Datenschutz und Datensicherheit
- Digitale Infrastruktur
- Digitale Verwaltung
- Digitale Souveränität

### Mobilität und Infrastruktur

- Verkehrspolitik
- Motorisierten Individualverkehr schützen
- Transitverkehr auf Schiene und Wasser verlagern
- Schienenverkehr
- Flugverkehr stärken
- Automobilindustrie erhalten
- Stadt und Land gleichrangig entwickeln
- Entscheidungen bürgernah treffen
- Landschaft als regionale Identität
- Infrastruktur
- Kommunen und Pflichtaufgaben stärken
- Digitale Infrastruktur beschleunigen
- Nord Stream 2 fertigstellen

### Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz

- EU-Agrarpolitik renationalisieren
- Grüne Berufe wertschätzen
- Familienbetriebe
- Bedarfsgerechte Düngung
- Pflanzenschutz
- Tierwohl, Haltung und Transport
- Heimische Ökosysteme
- Wildtiermanagement
- Wälder
- Heimische Lebensmittel
- Transparenter Verbraucherschutz
- Wasserversorgung in öffentlicher Hand
- Ausbau erneuerbarer Energien einschränken

## Besonders relevante Originalpassagen

### „Remigrationsagenda“

Das Programm fordert auf Seite 95:

> „Eine nationale und eine supranationale ‚Remigrationsagenda‘ als
> Schutzgewährung in Herkunfts- und Transitregionen nach dem Grundsatz ‚Hilfe
> vor Ort‘.“

Der Punkt steht in einem Katalog aus Abschiebeoffensive, Bescheinigung der
Ausreisepflicht und Hilfe in Herkunftsregionen.

**Einordnung:** Der Begriff ist ideologisch aufgeladen. Der im Programm
genannte konkrete Inhalt richtet sich aber nicht gegen deutsche Staatsbürger
mit Migrationsgeschichte, sondern auf Ausreisepflichtige und regionale
Schutzgewährung. Das kann migrations- oder menschenrechtlich kritisiert werden,
ist nicht identisch mit ethnischer Vertreibung deutscher Bürger.

### Staatsangehörigkeit und Abstammung

Das Programm will das Geburtsortsprinzip streichen, zum Abstammungsprinzip
zurückkehren, Einbürgerungshürden erhöhen und einen gesetzlichen Anspruch auf
Einbürgerung abschaffen. (S. 101)

**Einordnung:** Restriktiv und abstammungsorientiert, aber noch keine Forderung,
bereits eingebürgerten Deutschen gleiche Rechte abzuerkennen. Die Passage wird
im Zusammenspiel mit der kulturell-völkischen Identitätsdefinition relevant.

### Kulturelle Identität vor Verfassungspatriotismus

Das Programm erklärt:

> „Die gemeinschaftsstiftende Wirkung der deutschen Kultur ist Fundament
> unseres Grundgesetzes und kann nicht durch einen Verfassungspatriotismus
> ersetzt werden.“ (S. 158)

Es werde nicht zugelassen, dass Deutschland „vor dem Islam seine tradierte
Kultur verliert“. In der Migrationspolitik fordert es als „Primärziel“ die
Interessenwahrung der Deutschen und bereits Zugewanderter, „die sich zur
kulturellen Identität Deutschlands bekennen“. (S. 99)

**Einordnung:** Das verschiebt Zugehörigkeit von gleichen Bürgerrechten und
Verfassung auf eine kulturelle Loyalitätsprüfung. Weil „kulturelle Identität“
unbestimmt bleibt, ist die Passage ein deutlicher Anhaltspunkt für
ethnokulturelle Ausgrenzung. Eine ausdrücklich rechtliche Schlechterstellung
deutscher Staatsbürger wird in diesen Sätzen jedoch nicht formuliert.

### Islambezogene Ungleichbehandlung

Wie 2017 fordert das Programm spezielle Einschränkungen für islamische
Organisationen, Religionsunterricht und islamtheologische Lehre. Es verbindet
legitime Maßnahmen gegen Islamismus mit pauschalen Aussagen über Islam und
Muslime.

**Einordnung:** Verfassungsfeindliche Vereine dürfen verboten und ausländische
Einflussnahme reguliert werden. Pauschale Sonderregeln allein für eine Religion
berühren dagegen die gleichberechtigte Religionsausübung.

## Gesamturteil

Das Programm 2021 vermeidet eine offene Forderung nach Entrechtung deutscher
Staatsbürger mit Migrationsgeschichte. Es etabliert aber eine starke
ethnokulturelle Zugehörigkeitslogik, in der Verfassungspatriotismus nicht
genügen soll und Zugewanderte sich zu einer nicht klar definierten deutschen
Kultur bekennen sollen. Dies ist der wichtigste völkisch-nationalistische
Befund.

## Quelle

- **Alternative für Deutschland:** Bundestagswahlprogramm 2021:
  <https://www.afd.de/wp-content/uploads/2021/06/20210611_AfD_Programm_2021.pdf>

# AfD-Bundestagswahlprogramm 2025: alle Punkte und Einordnung

<!-- BookStack-Seitentitel: AfD-Bundestagswahlprogramm 2025: alle Punkte und Einordnung -->

> **Kurzfazit:** Das 2025er Programm benutzt erstmals ausdrücklich den Begriff
> „Remigration“, definiert ihn aber im Dokument als Rückführung von
> Ausreisepflichtigen, ausländischen Straftätern und Personen mit entfallenem
> Schutzgrund. Eine Ausweisung deutscher Staatsbürger mit Migrationsgeschichte
> fordert das Programm nicht. Völkisch beziehungsweise diskriminierungsrelevant
> bleiben die kulturelle Definition des Volkes, das abstammungsorientierte
> Staatsangehörigkeitsrecht und pauschale Sonderregeln für den Islam.

**Beschlossen:** 11./12. Januar 2025. **Stand der Analyse:** 9. August 2026.

## Vollständige offizielle Gliederung

### Soziale Marktwirtschaft und Gesundheit

- Soziale Marktwirtschaft
- Unternehmertum und Wirtschaftsstandort
- Standortprobleme Deutschlands
- Wettbewerb und attraktiver Wirtschaftsstandort
- Eigenverantwortung und Handlungsspielräume
- „Unsere Bürger im Mehltau des linken Zeitgeistes“
- Maßnahmen für starke Bürger
- Zweckentfremdung der Sozialversicherungen beenden
- Faire und auskömmliche Rentenversicherung
- Lage des Rentensystems
- Rentenkonzept gegen Altersarmut
- Kapitalmarkt nutzen
- „Junior-Spardepot“
- Weitere Rentenbausteine
- Arbeitslosenversicherung
- Kranken- und Pflegeversicherung
- Hilfe für Bedürftige
- Grundsicherung für Arbeitssuchende
- Kritik am Bürgergeld
- Gesundheitspolitik
- Krankenhäuser
- Ambulante Versorgung
- Ambulante und stationäre Versorgung
- Häusliche Pflege
- Arzneimittelversorgung
- Corona-Aufarbeitung
- WHO: Reform oder Austritt
- Organspende
- Geschlechtsidentität
- Sterbehilfe
- Cannabis
- Impfpflicht
- Heilpraktiker
- Patientendaten und Telematik
- Ausländisches Personal nach deutschen Standards
- Gesundheitswesen entbürokratisieren

### Bauen, Wohnen, Infrastruktur, Energie, Verkehr und Digitales

- „Volk von Eigentümern“
- Wohn- und Baunebenkosten
- Baurecht als nationales Recht
- Bestandsschutz
- Mieter zu Eigentümern
- „Einheimische fördern“
- Wohngeld statt sozialem Wohnungsbau
- Infrastruktur für die Zukunft
- Kein erleichtertes Baurecht für großflächige Energieanlagen
- Energiepolitik
- Verkehrspolitik
- Motorisierten Individualverkehr schützen
- Automobilindustrie erhalten
- Transitverkehr auf Schiene und Wasser verlagern
- Schienenverkehr
- Flugverkehr stärken
- Deutsche Seehäfen schützen
- Digitalisierung
- Analoges Leben
- Staatliche Datensammlung und Social Scoring
- Digitale Assistenzsysteme
- „Kampf gegen Desinformation“
- Datenschutz-Grundverordnung
- Digitale Souveränität
- Künstliche Intelligenz

### Finanzen und Steuern

- Bundeshaushalt konsolidieren, Steuerverschwendung beenden,
  Schuldenbremse einhalten
- Konnexitätsprinzip
- Zuwendungen an Nichtregierungsorganisationen reduzieren
- Kosten der Asylpolitik offenlegen
- Regierungs-Öffentlichkeitsarbeit kürzen
- Steuerrecht vereinfachen
- Mehrwertsteuer Gastronomie auf sieben Prozent
- CO₂-Abgaben abschaffen
- Niedriglohnsektor und Mittelstand entlasten
- Grundsteuer abschaffen und Ausfälle kompensieren
- Familiensplitting
- Kein EU-Besteuerungsrecht
- Vermögen- und Erbschaftsteuer abschaffen
- Sparerpauschbetrag erhöhen

### Währungspolitik und Euro

- „Zurück zu Recht, Wohlstand und sozialem Frieden“
- Deutschland aus dem Euro-System führen
- Gegen Eurokrise absichern, Geldsystem reformieren, Staatsgold zurückholen
- „Planwirtschaftliche“ EU-Politik beenden
- Keine EU-Schuldenaufnahme
- Keine deutsche Haftung für ausländische Banken
- Target-2-Risiko
- Bargeld erhalten
- Analoges Leben ohne Vermögensregister und digitalen Euro
- Bitcoin und Staatsferne

### Landwirtschaft, Umwelt und Klima

- Agrarpolitik national entscheiden
- Ländlicher Raum und Familienbetriebe
- Verbraucherschutz
- Düngung, Pflanzenschutz und Gentechnik
- Tierschutz und Tierwohl
- Klima
- Umweltschutz statt Wind- und Solarausbau
- Jagd, Artenschutz und Fischerei
- Waldpflege und Forstwirtschaft
- Gewässer- und Trinkwasserschutz

### Äußere Sicherheit

- Realpolitik im deutschen Interesse
- Wehrfähigkeit Deutschlands
- Zivilschutz
- Deutschland in Europa und der Welt
- Neue Friedensordnung in Europa
- Verhältnis zu ausgewählten Staaten
- Handelspolitik
- Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik
- Entwicklungspolitik

### Asyl- und Migrationspolitik

- Zuwanderung national regeln
- „Asylparadies Deutschland schließen“
- Ökonomische Anreize senken
- Umfassende Rückführungsoffensive
- Integration
- Staatsangehörigkeit nicht „verschenken“
- Migration und Wohnungsmarkt
- Ausgewählte Migration qualifizierter Fachkräfte

### Innere Sicherheit

- Kriminalität bekämpfen
- Jugendstrafrecht
- Polizei stärken
- Justiz, Strafvollstreckung und Vollzug
- Waffenrecht
- Gewalt und Extremismus
- Islamistischen Terrorismus bekämpfen
- Forderung nach Kalifat unter Strafe stellen
- „No-go-Areas“ und Parallelgesellschaften
- Weiterer Ausbreitung des Islam entgegentreten
- Grundrechte schützen
- Polygamie, Zwangsheirat und Kinderehen
- Körper- und Gesichtsbedeckung
- Bundespolizei für Grenzschutz

### Demokratie und Rechtsstaat

- Bürgerrechte sichern
- Supranationale Organisationen und Souveränität
- Volksabstimmungen
- Meinungsfreiheit und öffentliche Debatte
- Bürgerlich-freiheitliche Rechtsordnung
- Gewaltenteilung
- Parlamentsrecht
- Freie Listenwahl und freies Mandat
- Parteienfinanzierung und „Selbstbedienung“
- Parteibuchwirtschaft
- Mandats- und Amtszeiten begrenzen
- Lobbyismus kontrollieren
- Justiz entpolitisieren
- Verfassungsschutz reformieren
- Hinweisgeber schützen
- EU zu einem „Bund Europäischer Nationen“ umbauen

### Familie und Demografie

- Starke Familien
- „Demografische Wende“
- „Willkommenskultur für Kinder“
- Zwei Geschlechter als biologische Tatsache
- Kinderbetreuung
- Trennungsfolgen
- Inobhutnahmen und Familienschutz

### Bildung, Wissenschaft und Technologie

- Leistung
- Mehrgliedriges Schulsystem
- Schulpflicht in Bildungspflicht umwandeln
- Vorschulklassen
- Förderschulen
- „Meinungsvielfalt statt einseitiger Ideologie“
- Digitalisierung
- Disziplinarrechte der Lehrer und Schulen
- Berufliche Bildung
- Migration und Bildung
- Politischen Islam an Schulen bekämpfen
- Hochschulsystem und Wissenschaft
- Diplom und Magister
- Hochschulautonomie
- Forschung und Technik
- Subventionen, Dirigismus und Halbleiter
- Kerntechnik
- Rohstoff- und Kreislaufwirtschaft
- Gentechnik
- Luft- und Raumfahrt

### Kultur und Medienpolitik

- „Deutsche Leitkultur statt Multikulturalismus“
- Brauchtum und Gedenken
- Deutsche Sprache schützen
- Kulturförderung
- Umsatzsteuer für Musiker, Künstler und freie Pädagogen
- Medienpolitik
- „Grundfunk statt GEZ-Zwangsabgabe“
- Filmförderung

## Besonders relevante Originalpassagen

### Was das Programm mit „Remigration“ meint

Auf Seite 101 definiert das Programm:

> „Unser Maßnahmenkatalog zur Umkehr dieses migrationspolitischen
> Staatsversagens heißt Remigration und umfasst folgende Maßnahmen, die bereits
> heute der geltenden Rechtslage entsprechen oder sich jedenfalls mittels
> verfassungskonformer Gesetzesänderungen umsetzen lassen.“

Genannt werden:

- vollziehbar Ausreisepflichtige abschieben und freiwillige Rückkehr fördern;
- nach Wegfall des Fluchtgrunds Widerrufsverfahren einleiten;
- ausländische Gefährder, Extremisten und schwere Straftäter priorisieren;
- Ausweisung ausländischer Gewalt-, Drogen- und Sexualstraftäter erleichtern;
- ausländische Straftäter bei importierten Konflikten zurückführen.

**Einordnung:** Mehrere Forderungen können menschen-, europa- oder
völkerrechtlich umstritten sein, etwa pauschale Annahmen über entfallene
Fluchtgründe. Der programmatisch benannte Personenkreis umfasst aber keine
deutschen Staatsbürger allein wegen ihrer Herkunft. Wer behauptet, dieses PDF
fordere ausdrücklich deren Deportation, geht über den Text hinaus. Umgekehrt
darf der engere Programmtext nicht benutzt werden, um weitergehende
„Remigrations“-Äußerungen einzelner Funktionäre zu verschweigen.

### Staatsangehörigkeit durch deutsche Eltern

Das Programm will zum Rechtszustand vor 1990 zurückkehren: Erwerb durch Geburt
als Kind mindestens eines deutschen Elternteils, Einbürgerung als
Ermessensentscheidung, im Regelfall frühestens nach zehn Jahren, Abschaffung
des Geburtsorterwerbs und weitgehender Ausschluss mehrfacher
Staatsangehörigkeit. (S. 110)

**Einordnung:** Dies ist ein stark abstammungsorientiertes und restriktives
Modell. Es fordert im Wortlaut keine Rücknahme bestehender Staatsbürgerschaften
allein wegen ethnischer Herkunft. Für die Extremismusprüfung ist daher die
Kopplung mit anderen ethnokulturellen Aussagen entscheidend.

### „Einheimische“ bei Wohnraum bevorzugen

Das Programm fordert:

> „Bei der Vergabe von Wohnbaugrundstücken und Wohnraum sind Einheimische nach
> dem Einheimischen-Modell zu bevorzugen.“ (S. 37)

**Einordnung:** Kommunale Einheimischenmodelle knüpfen üblicherweise an einen
langjährigen Ortsbezug, nicht an Ethnie. Ohne eine abweichende Definition ist
dies kein Beleg für rassische oder völkische Diskriminierung.

### Islambezogene Sonderregeln

Das Programm will der „weiteren Ausbreitung des Islam“ entgegentreten,
islamischen Organisationen pauschal den Körperschaftsstatus verweigern,
islamtheologische Lehrstühle abschaffen und ausländische Moscheefinanzierung
verbieten. Gleichzeitig fordert es Verbote ausdrücklich islamistischer Vereine
bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen. (S. 123–125)

**Einordnung:** Die Bekämpfung islamistischer, antisemitischer und
verfassungsfeindlicher Aktivitäten ist legitim. Die pauschale Verweigerung von
Rechten und Infrastruktur für islamische Organisationen unabhängig von deren
konkretem Verhalten zielt dagegen auf ungleiche Religionsausübung und bleibt
der stärkste diskriminierende Programmbefund.

### Leitkultur und Verfassungspatriotismus

Das Programm beschreibt deutsche Leitkultur als identitätsbildend für „unser
Volk“ und erklärt erneut, ihre gemeinschaftsstiftende Wirkung könne „nicht durch
einen Verfassungspatriotismus ersetzt werden“. Zugleich bekennt es sich zu
Menschenwürde, Freiheit, Selbstbestimmung, Aufklärung und Humanismus. (S. 170)

**Einordnung:** Die Zurückstufung des gemeinsamen Verfassungsbezugs zugunsten
einer kulturell definierten Volksidentität ist ein völkisch-nationalistischer
Anhaltspunkt. Der Text enthält aber auch universalistische Gegenformulierungen;
diese Spannung muss sichtbar bleiben.

## Gesamturteil

Das Programm 2025 ist radikal migrationsrestriktiv und enthält
ethnokulturelle sowie religionsdiskriminierende Elemente. Die stärksten
verfassungsrechtlichen Bedenken betreffen pauschale Sonderregeln für Muslime
und die kulturelle Bedingung politischer Zugehörigkeit. Die konkrete
„Remigration“-Definition im Programm ist enger als viele öffentliche
Verwendungen des Begriffs und darf nicht falsch wiedergegeben werden.

## Quelle

- **Alternative für Deutschland:** „Zeit für Deutschland“,
  Bundestagswahlprogramm 2025:
  <https://www.afd.de/wp-content/uploads/2025/02/AfD_Bundestagswahlprogramm2025_web.pdf>