# Maximilian Krah

\[POLIDOCS-KAPITEL v1\]  
Zweck: Politisch relevante öffentliche Aussagen, Handlungen und Positionen von Maximilian Krah sowie einschlägige Verfahren belegbar dokumentieren und einordnen.  
Eintragseinheit: Ein eigenständig überprüfbares Zitat, Ereignis, Verfahren oder eine institutionelle Entscheidung; die bestehende Dossierseite dient als Überblick.  
Aufnahmekriterien: Eindeutige Zuordnung zur Person, politische Relevanz und mindestens ein belastbarer Primärbeleg, amtliches Dokument oder eine seriöse Sekundärquelle.  
Pflichtinhalt: Datum, Originalaussage oder Handlung, Kontext, Quelle, Verfahrens- und Evidenzstatus, Gegenargumente und getrennte redaktionelle Einordnung.  
Abgrenzung: Gerüchte, private Belanglosigkeiten, Dubletten und nicht belegte Vorwürfe ohne klare Kennzeichnung werden ausgeschlossen.  
Erweiterungsauftrag: Neue relevante Vorgänge recherchieren, gegen das Dossier und bestehende Seiten deduplizieren, Vorwürfe und Verfahrensstände exakt kennzeichnen, als Einzelseiten ergänzen und den Überblick aktualisieren.

# Maximilian Krah: dokumentierte Aussagen und Handlungen

<!-- BookStack-Seitentitel: Maximilian Krah: dokumentierte Aussagen und Handlungen -->

> **Kurzfazit:** Maximilian Krah relativierte 2024 die SS, indem er die
> verbrecherische Organisation auf die mögliche individuelle Strafbarkeit
> einzelner Träger einer SS-Uniform verkürzte. Die AfD verhängte daraufhin ein
> Auftrittsverbot; Krah zog sich aus Wahlkampf und Bundesvorstand zurück. Eine
> frühere Rede über angeblich durchweg nichtverbrecherische deutsche Vorfahren
> passt in dasselbe erinnerungspolitische Muster.

**Stand:** 9. August 2026.

## 2024: Aussagen über Mitglieder der SS

Im Interview mit der italienischen Zeitung *La Repubblica* sagte Krah im Mai
2024:

> „Ich werde nie sagen, dass jeder, der eine SS-Uniform trug, automatisch ein
> Verbrecher war.“

Auf die Nachfrage nach Kriegsverbrechern antwortete er:

> „Es gab sicherlich einen hohen Prozentsatz an Kriminellen, aber nicht alle
> waren kriminell.“

**Historischer und rechtlicher Kontext:** Der Internationale Militärgerichtshof
in Nürnberg erklärte die SS als Organisation für verbrecherisch. Das Urteil
unterschied zugleich bei der individuellen Verantwortlichkeit unter anderem
nach Kenntnis, freiwilliger Mitgliedschaft und Beteiligung; nicht jeder
Uniformträger wurde automatisch persönlich verurteilt. Krahs Satz enthält daher
einen engen individualstrafrechtlichen Kern, verschiebt aber die Debatte von der
systematischen Funktion der SS hin zu möglichen Ausnahmen einzelner Mitglieder.

**Einordnung:** In einem Europawahlkampf ohne sachlichen Anlass individuelle
Ausnahmen zu betonen, relativiert die Gesamtverantwortung einer zentralen
Organisation des NS-Terrors. Treffender als die Behauptung einer vollständig
erfundenen Aussage ist daher: Krah nutzt eine juristische Differenzierung zur
politischen Entlastung und Normalisierung.

## Politische Handlung und Folgen

Die französische Rechtsaußenpartei Rassemblement National kündigte nach den
Äußerungen die weitere Zusammenarbeit mit der AfD an. Am 22. Mai 2024 verhängte
die AfD ein Auftrittsverbot gegen ihren eigenen Europawahl-Spitzenkandidaten.
Krah zog sich aus dem Wahlkampf und aus dem AfD-Bundesvorstand zurück. Er
erklärte, seine „sachlichen und differenzierten Aussagen“ würden als Vorwand
missbraucht, um der Partei zu schaden.

Diese Folgen sind keine gerichtliche Feststellung, zeigen aber, dass selbst die
AfD-Spitze die Aussage als erhebliches politisches Risiko bewertete.

## 2023: „Unsere Vorfahren waren keine Verbrecher“

In einem verbreiteten Video sagte Krah sinngemäß, die deutschen Vorfahren seien
keine Verbrecher gewesen, sondern „Helden“ und „Vorbilder“, und man müsse sich
ihnen wieder positiv zuwenden.

**Kontext und Einordnung:** Eine Zurückweisung deutscher Kollektivschuld ist
historisch und rechtlich legitim; Schuld ist individuell. Krahs pauschale
positive Gegenerzählung verwischt aber ebenfalls individuelle Täterschaft und
die breite gesellschaftliche Beteiligung an NS-Verbrechen. Zusammen mit der
späteren SS-Äußerung entsteht ein Muster erinnerungspolitischer Entlastung.

## Gesamtbewertung

Die SS-Äußerung ist im exakten Wortlaut belegt und hatte konkrete politische
Folgen. Sie sollte weder fälschlich als Leugnung sämtlicher SS-Verbrechen noch
als harmlose historische Präzision beschrieben werden. Der entscheidende Punkt
ist die politische Relativierung durch den Fokus auf individuelle Ausnahmen.

## Quellen

Alle Onlinequellen wurden am 9. August 2026 abgerufen.

1. **La Repubblica:** Interview mit Maximilian Krah, 17. Mai 2024:
   <https://www.repubblica.it/esteri/2024/05/17/news/candidato_elezioni_europee_afd_maximilian_krah_estrema_destra-423009349/>
2. **Tagesschau:** „Warum Krah AfD-Spitzenkandidat bleibt“, mit vollständigen
   Zitatpassagen, 22. Mai 2024:
   <https://www.tagesschau.de/europawahl/parteien_und_programme/krah-afd-europawahl-100.html>
3. **Tagesschau:** „Krah zieht sich aus AfD-Vorstand zurück – Auftrittsverbot
   verhängt“, 22. Mai 2024:
   <https://www.tagesschau.de/europawahl/parteien_und_programme/krah-rueckzug-bundesvorstand-100.html>
4. **United States Holocaust Memorial Museum:** „SS: Decline, Disintegration,
   and Trials“:
   <https://encyclopedia.ushmm.org/content/en/article/ss-decline-disintegration-and-trials>
5. **NZZ:** Einordnung der Vorfahren-Rede, 2023:
   <https://www.nzz.ch/international/afd-spitzenkandidat-krah-deutsche-vorfahren-keine-verbrecher-ld.1755120>